Gefühlt verbringen wir mehr Zeit mit dem Handy als mit der Familie oder Freunden? Es reicht! Wir geben Tipps gegen den digitalen Zeitstress.

Vorbeugen gegen den digitalen Zeitstress

Es gibt zahlreiche Strategien, um sich selbst möglichst wenig Stress auszusetzen – auch für das Handy. Probiert einfach aus, welche am besten zu Euch passen!

  • Entfernt Soziale Netzwerke vom Startbildschirm!
    Legt Instagram, Snapchat, Facebook oder andere Lieblings-Apps nicht direkt auf der Startseite des Smartphones ab, sondern versteckt diese weiter hinten – zum Beispiel in einem eigenen Ordner für Social Media. Das hilft dabei, dass diese nicht sofort bei jedem Griff zum Handy ins Auge springen und teils einfach aus der Gewohnheit heraus geöffnet werden.
  • Schaltet Benachrichtigungen aus!
    Die Rechnung ist einfach: Je mehr Anwendungen, Apps, Soziale Netzwerke, … man nutzt, je mehr Kontakte man pflegt und je intensiver die Online-Kommunikation, desto mehr Benachrichtigungen erhält man. Diese auf das Notwendigste zu reduzieren ist daher sehr hilfreich!
  • Sucht nach Entspannungsmethoden!
    Um mit Stress – egal welcher Art – gut umgehen zu können, braucht es einen Ausgleich. Jeder Mensch hat dafür seine eigene Strategie: Sport, Bewegung, Musik, ein fesselndes Hobby… oder wie wäre es mit einem Powernap?

Erkennen von digitalem Zeitstress

Um digitalen Zeitstress vermeiden zu können, braucht es erstmal die Erkenntnis, dass man gestresst ist. Klingt simpel, doch nicht immer wird einem digitaler Zeitstress sofort bewusst. Digitale Medien mit ihren Vor- und Nachteilen sind so eng mit unserem Alltag verwoben, dass die Abgrenzung mitunter sehr schwerfallen kann. Manchmal braucht es eine Weile bis man sozusagen „das Fass zum Überlaufen gebracht hat“ und selbst erkennt, dass es so nicht weitergehen kann.

  • Man greift ständig aus Langeweile nach dem Handy.
    Das Handy dient primär als Mittel gegen Langeweile. Man weiß nicht, wie man mit Leerzeiten umgehen soll und greift stattdessen lieber zum nächstbesten digitalen Gerät. Selbst die kürzeste Fahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel oder das Warten an einer Ampel vergehen nicht mehr, ohne zumindest kurz einen Blick aufs Handy zu werfen. Man weiß einfach sonst nichts mit der Zeit anzufangen.
  • Das Handy lenkt ab.
    Obwohl man bis zum Hals mit Arbeit eingedeckt sind, schaut man, was es Neues am Handy gibt. Auch wenn wir bereits wissen, dass nichts Neues zu erwarten ist. Aber immerhin vermittelt der Blick aufs Handy den Anschein, etwas Sinnvolles zu tun ohne sich jedoch Ihren eigentlichen Aufgaben zu widmen.
  • Man hat Probleme andere Prioritäten zu setzen.
    Eigentlich ist ganz klar, was man tun sollte. Doch „bling“, das Handy läutet und wir sind sofort abgelenkt, die Prioritäten werden über den Haufen geworfen. Der Fokus liegt nun ganz allein auf dem blinkenden Nachrichtensymbol auf dem Handy, alles andere muss warten.

Erste Hilfe gegen digitalen Zeitstress

Spätestens dann, wenn man mehrere der oben genannten Indikatoren an sich selbst erkennt, ist es an der Zeit, entlastende Maßnahmen zu setzen. 

  • Plant ganz bewusst Offline-Zeiten ein!
    Und zwar genauso verbindlich wie andere Termine! Das bedarf einiger Disziplin von einem selbst aber auch von Ihrem Umfeld. Dieses muss akzeptieren, dass man eben nicht rund um die Uhr erreichbar sein kann. Hierfür ist es hilfreich, sein Umfeld über temporäre Offline-Zeiten zu informieren.
  • Prioritäten setzen und sich daran halten!
    Das kann z. B. folgendermaßen aussehen: Zuerst werden die Hausaufgaben/der Haushalt erledigt, dann darf zur Belohnung durch Instagram gebrowst werden.
  • Löscht besonders süchtig machende Apps vorrübergehend!
    Es kann sehr hilfreich sein genau jene App, die einen am meisten ans Handy bindet, die einem besonders viel Zeit stiehlt, ohne viel Mehrwert zu bringen einfach für eine Weile zu löschen. Welche das ist? Für manche ein Spiel, für andere ein Soziales Netzwerk oder auch die Zeitungs-App.
  • Plant Entspannungsphasen ohne das Handy ein!
    Welche Möglichkeiten hat man um auch im Alltag ohne Handy zu entspannen? Etwas auf Papier lesen, selbst Musik machen, Sport, Yoga oder Kochen… die Möglichkeiten sind vielfältig. Man muss sie aber bewusst suchen und sich dafür entscheiden.

Sich gegenseitig beim Umgang mit dem digitalen Zeitstress unterstützen

In digitalen Umgebungen ist man in der Regel mit anderen aktiv – indem man sich mit ihnen vernetzt und austauscht. So ist es auch naheliegend, dass man sich gemeinsam mit anderen auf den Weg aus dem „Zuviel“ begibt. 

  • Macht Euch gegenseitig aufmerksam, wenn Ihr bemerkt, dass es zu viel wird!
    Dabei ist es wichtig, den anderen sanft darauf aufmerksam zu machen und auch selbst nicht sofort in die Verteidigung zu gehen. Beschuldigt Euch nicht gegenseitig, sondern versucht das Feedback anzunehmen.
  • Baut einen gemeinsamen Handyturm!
    Ihr seid mit Freunden unterwegs und es stört Euch, dass alle zwischendurch aufs Handy schauen? Dann legt doch alle Handys aufeinander und baut einen Handyturm, sodass keiner dazu verleitet wird, auf sein Gerät zu schauen. Die erste Person, die vor Ablauf der vereinbarten Zeit zum Handy greift, muss eine Aufgabe erfüllen – z. B. eine Runde Getränke zahlen oder 10 Kniebeugen machen.
  • Gönnt Euch handyfreie Zeiten!
    Verzichtet während Unterhaltungen oder Mahlzeiten auf das Handy. Wenn Ihr nicht gänzlich auf Euer Gerät verzichten möchten, vereinbart vorab explizite Handy-Zeiten („In diesen 10 Minuten checken wir alle unsere Handys, dann müssen sie wieder weggelegt werden.“).

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