Ich betrachte mich selbst gerne als „produktiv-faul“. Mein Gehirn ist zwar ständig in Bewegung – ich denke an Aufgaben, die ich starten muss, an Tasks, die ich erledigen sollte, und an neue Ideen für unser Zuhause und den Blog. Dennoch erwische ich mich selbst immer wieder dabei bei meinem Laptop zu sitzen, schlabberig zu sein und andere Dinge zu tun, die doch nicht so relevant sind. Die letzten Wochen waren jedoch ein einziger unproduktiver Kampf, Tag für Tag. Manche waren weniger unproduktiv als andere, aber dennoch. Ich schob die Dinge hin und her, soviel ich konnte… und zwischendurch hörte ich es – mein Gewissen. “Komm schon, du wolltest dich ändern und den Tag gut nutzen.” – “ Du wirst es sehen – zum Schluss fällst du auf den Mund”…Und? – Habe ich etwa darauf reagiert und war produktiv deswegen? – No. Nada. Niente.
Am Ende eines jenen Tages plagte mich jedoch immer wieder das schlechte Gewissen…

Ertappst du dich gerade dabei wie du innerlich nickst. Erkennst du dich gar wieder?
Mach dir nichts draus, denn bei mir kam dann schließlich auch der Moment an dem ich es endgültig satt hatte. Ich hatte mich selbst und meine Lustlosigkeit satt. Ich war genervt und sauer zugleich. Aber – Halt. Stop. Jetzt wird etwas geändert…

Schritt 1: MINDSET & NEUE GEWOHNHEITEN SETZEN

Wir beide wissen wie schwierig es ist, sie zu ändern, aber dennoch – es geht.
Setze dir Anfangs ein kleines Ziel – Bsp: du willst früher aufstehen.

Ich spiele dir jetzt ein kleines Szenario vor:
Du stellst deinen Wecker um 15 Minuten früher als sonst und gehst jede Nacht um 22:00 Uhr ins Bett. Für ein paar Tage ist alles in Ordnung. Dann, eines Tages, lässt du diese Gewohnheit aus.
Kein Problem –  beginne am nächsten Tag von vorne. Aber dann – boom!
Nach einer Weile bist du wieder schwach geworden… Und noch einmal. Schließlich wirst du nervös und gibst auf. Wie oft ist dir so etwas schon passiert?
Es liegt an dir –  du denkst dir selbst: „Ich bin ein Morgenmuffel. Ich bin jemand, der gerne lange aufbleibt.“ Es wirkt wie ein Mantra auf dich – du passt dich deinem Kopf an.

  • Wichtig ist immer dein Ziel vor Augen zu halten. Auch nach einem Rückschlag.

Du wirst ja auch nicht von heute auf morgen einen Halbmarathon ohne Training bewältigen können – eigentlich logisch oder? Also warum solltest du eine Gewohnheit, die dir über mehrere Wochen oder gar Jahre angewöhnt hast, von heute auf morgen los werden?

  • Kleine Gewinne sind bereits wichtig. Step by step.
  • So funktioniert das auch mit unseren Gewohnheiten.

Das richtige Mindset als Mantra setzen und dich selbst “trainieren”.

Schritt 2: TO-DO LISTEN HELFEN DEINEM ALLTAG EINE STRUKTUR ZU GEBEN

Du denkst dir gerade “ Wow. Revolutionär”, aber dies solltest du beachten wenn du eine To-Do- Liste schreibst:

Richtig:

  • Lege dir einen klaren Tagesplan zu und nimm dir entweder feste Zeiten für bestimmte Aufgaben oder mach Thementage (Social-Media-Tag, Blog-Tag, Verbesserungs-Tag…).
  • Schiebe sie nicht ständig auf. Wenn 11:00 Uhr geplant ist – halte es ein! Schließlich kannst du ja auch 3 Stunden später zu einem Termin kommen.
  • Stelle dir erreichbare, realistische und messbar Ziele für den jeweiligen Tag. Denn nichts fühlt sich schlechter an, als wenn der Tag vorbei ist und du nur die Hälfte der Dinge auf deiner Liste erreicht hast.
  • Mach keine super-langen Listen. Nur Dinge von denen du weißt, dass du es in diesem Zeitraum schaffen kannst.
  • Priorisiere Aufgaben. Schreibe dir eventuell nur 3 Punkte für Dienstag auf, dafür machst du sie mit Bedacht und Gut.

Falsch:

  • Eine schier endlose To-Do Liste zu haben
    • Sie füllt und füllt sich und egal wie viel du jeden Tag abarbeitest, sie bleibt ewig lang und das Ende wirkt unerreichbar
  • Wenn du zu viele Dinge in deinen Kalender aufnimmst, wirst du sie mit hoher wahrscheinlich hinauszögern oder gar ignorieren über einen bestimmten Zeitraum.

Schritt 3: DONE-LISTEN HELFEN DEINE MOTIVATION ZU HALTEN

Fang an deine Punkte abzuhaken. Wenn Du Tools wie Wunderlist, Trello oder Evernote für deine Listen nutzt, kopiere oder verschieb die erledigten Aufgaben auf Deine Done!-Liste.

  • Am Ende jedes Tages ziehst du nun Bilanz
  • Zusätzlich zur Neuplanung ziehe 1x in der Woche eine Done!-Bilanz und erlaube dir auch mal, wirklich stolz auf dich zu sein für die Aufgaben, die du alle abhaken konntest!
  • Vergiss nie: Erfolg kommt nicht über Nacht und auch selten beim ersten Versuch. Der beste Weg dich zu motivieren, ist immer noch, sich anzuschauen, was du bereits erreicht hast!

Schritt 4: SPP – STUFEN. PHASEN. PAUSEN

Wenn ich eine 8-seitige Arbeit für meine Fallstudie auszuarbeiten habe, kann es besonders schwierig sein das Projekt zu starten. Was mir hilft ist die Einteilung in kleine zeitliche Etappen.

  • Teile ein Projekt in kleinere Stufen und Etappen
  • Fixierte Pausen sind wichtig  – es gibt bessere Tage und weniger gute.
  • Baue bestimmte Zeitphasen ein
    • Bsp: um 10 Uhr fange ich an zu schreiben und erledige 5 Unterpunkte.
      Um 11:00 Uhr werde ich anhalten und eine kurze Bildschirmpause einlegen.
      11:20 werde ich meine Arbeit wieder aufnehmen und bis 13:00 Uhr bis zu meiner nächsten Pause arbeiten.

Diese zeitgesteuerten Schritte mit Brüchen wirken Wunder. Du kannst nicht 4 Stunden am Stück produktiv sein, ohne eine Pause einzulegen. Denke daran – oft ist der schwierigste Teil beim Starten eines Projekts einfach der ANFANG, manchmal ist man dann in seinem Arbeitsfluss so gefesselt, dass man sogar oft mehr erreicht als gedacht.

Schritt 5: DIE NACHT DAVOR IST WICHTIG

Wie oft bist du morgens durch das Haus gelaufen und hast nach der einem bestimmten Kleidungsstück gesucht, um herauszufinden, dass sie noch in der Wäsche ist? Toll – 6:30 und schon beginnt der Stress.

  • Abends 15 Minuten Zeit nehmen, um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten.
  • Utensilien, Dokumente, Mappen,… bereits einpacken
  • Leg deine Kleidung raus.
  • Pack dein Mittagessen ein und überprüfe deine Aufgabenliste.
  • Die Vorbereitung bringt dich außerdem in die richtige Einstellung für den kommenden Tag,
  • Am kommenden Tag kannst du dich dann auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren, ohne abgelenkt oder gestresst zu sein.

Generell:
Es ist wichtig, sich nicht mit Anderen zu vergleichen. Nur weil jemand super organisiert und produktiv ist, bedeutet das nicht, dass man es nicht auch sein kann. Es geht nur darum, den besten Weg zu finden, der für dich funktioniert!